Gibt es Unterschiede zwischen Hauskatzen und Freigängern bei der Katzenkrankenversicherung?

Viele Katzenbesitzer haben sich bereits dazu entschlossen, eine Katzenkrankenversicherung abzuschließen. Dabei entsteht immer wieder die Frage, wie eine Katze krankenversichert werden kann und welche Kriterien für eine Katzenkrankenversicherung entscheidend sind. Ein wichtiger Unterscheidungspunkt, den eigentlich jede Katzenkrankenversicherung an die Berechnungen für die Tarife anlegt, ist der der Haltungsweise. Jeder Katzenbesitzer muss sich entscheiden, ob er seiner Katze die Erkundung der Natur ermöglicht oder die Katze nur in der Wohnung hält. Mit der Haltung als Freigänger sind aber auch vielerlei Gefahren verbunden. Somit machen Tierversicherungen in der Regel einen Unterschied zwischen in der Wohnung gehaltenen Katzen und sogenannten Freigängern. Die Beiträge für Katzen, die sich auch im Freien aufhalten, sind in der Regel höher, als für Katzen, die ausschließlich in den Wohnräumen verbleiben.

Dies erklärt sich aus dem höheren Verletzungsrisiko der Katzen im Freien. Besonders verkehrsreiche Straßen stellen eine hohe Gefahr für freilaufende Katzen dar. Manche Katzen sind sogar mehrere Tage unterwegs. So kann es schnell auch einmal zu einer Rauferei mit einer anderen Katze kommen. Ein Versicherungsschutz der Katzenkrankenversicherung kann, von leichteren Blessuren aus einem Kampf bis zu schweren Verletzungen von einem Verkehrsunfall, die Tierarztkosten übernehmen und den Besitzer vor finanziellen Belastungen schützen.

Nicht nur das Verletzungsrisiko durch den Straßenverkehr oder durch Raufereien mit Artgenossen von Freigängern ist höher als das der Wohnungskatzen. Auch die Möglichkeit, sich mit Krankheiten zu infizieren ist für Katzen, die sich auch im Freien aufhalten, größer. Beutetiere, wie Mäuse und Vögel, können von Parasiten befallen sein und somit auch die Katze infizieren. Aber auch das Ansteckungsrisiko für Krankheiten durch andere Katzen ist für Freigänger erhöht. Darum sollte bei Freigängern auf jeden Fall ausreichender Impfschutz bestehen und regelmäßige Entwurmungskuren erfolgen. Das gleiche Gesundheitsprogramm sollte natürlich auch für Wohnungskatzen stattfinden. Für Freigänger ist es aber auf jeden Fall unverzichtbar.

Wer die Entscheidung getroffen hat, seine Katze als Freigänger zu halten, hat mit dem Abschluss einer Katzenkrankenversicherung für die Gesundheit der Katze und für die finanzielle Entlastung eine vorausschauende Entscheidung getroffen. Doch auch für Wohnungskatzen empfehlen Versicherungsexperten den Abschluss einer Katzenkrankenversicherung. Beachten Sie jedoch, dass Schäden, die eine Katze verursacht meistens nicht von einer Katzenkrankenversicherung getragen werden, sondern nur von der privaten Haftpflichtversicherung des Halters übernommen werden.